CPAP-Lärm: Es liegt nicht immer an das Gerät, sondern…

von 1602

Wenn es um die Bewältigung der CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure) gegen Schlafapnoe geht, sieht man sich oft mit einem ärgerlichen Problem konfrontiert: dem Lärm des Geräts. Es ist jedoch wichtig zu klären, dass die Hauptursache für diese Geräusche nicht das Gerät selbst ist, sondern verschiedene Faktoren im Zusammenhang mit der Anwendung des Geräts und den damit verbundenen Komponenten. Wir zeigen, wie man die Situation verbessern kann.

1. Die Wahl der Maske: Sie ist ein kritischer Faktor in der Therapie. In 90 % der Fälle resultiert die Geräuschentwicklung aus einer unzureichenden Passform der Maske im Gesicht. Die Auswahl eines Modells, das Ihren Bedürfnissen entspricht, ist daher entscheidend für eine komfortable Therapie. Leider achten viele Ärzte und Atmungstherapeuten immer noch nicht ausreichend auf die Auswahl der Maske, mit der Folge, dass der Patient die Maske nicht verträgt und die Therapie schnell abbricht. Die Maskenauswahl sollte idealerweise Parameter wie Gesichtsform, besondere Merkmale (z. B. das Tragen von Brillen oder das Schlafen auf dem Bauch) und persönliche Bedürfnisse berücksichtigen. Eine nicht richtig sitzende Maske kann zu Lecks führen und damit Lärm erzeugen.


2. Die Maskengröße: Neben dem Modell ist auch die Maskengröße von entscheidender Bedeutung. Das Tragen einer falschen Größe kann zu Lecks führen und somit das Geräuschniveau erhöhen. Die Auswahl der richtigen Größe minimiert Lecks und Geräusche. Die Wahl der Größe sollte mit den Messgeräten erfolgen, die von den Maskenherstellern zur Verfügung gestellt werden.

3. Die Größe des Schlauchs: Der Luftschlauch, auch als CPAP-Schlauch bekannt, ist für den Transport der Luft von der Maschine zur Maske verantwortlich. Breitere Schläuche (22 mm) sind in der Regel leiser als schmalere (15 mm), da sie einen langsameren Luftstrom ermöglichen, was das Geräuschpegel reduziert. Die Schlauchgröße hat keinen Einfluss auf die Qualität der Therapie, aber ein kleinerer Schlauch wiegt in der Regel weniger als ein größerer, und das Gewicht bestimmt, ob die Maske nachts verrutscht oder nicht. Wenn die Maske richtig ausgewählt wurde, ist die Schlauchgröße kein Problem, sonst sollte darauf geachtet werden.

4. Die verordnete Therapiedruck: Der von Ihrem Arzt verschriebene Luftdruck ist ein weiterer wichtiger Faktor. Je höher der Druck, desto lauter ist das Gerät. Mit der richtigen Konfiguration und einer gut sitzenden Maske kann der Geräuschpegel jedoch minimiert werden. Der Patient kann in dieser Hinsicht nicht viel tun, da er sich an die verschriebene Therapie halten muss. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass viele Ärzte oro-nasale (Nase-Mund) Masken verschreiben, die einen höheren Betriebsdruck erfordern. In den meisten Fällen sind diese Masken nicht erforderlich, da eine Nasenmaske ausreichen würde. Wenn Ihr Arzt zuerst eine Nasenmaske ausprobiert hat, aber dann zu einer oro-nasalen Maske gewechselt ist, weil der AHI-Index nicht ausreichend gesunken ist, hat er richtig gehandelt. Wenn er Ihnen jedoch von Anfang an eine oro-nasale Maske verschrieben hat, wäre es ratsam, ihm mitzuteilen, dass eine Nasenmaske möglicherweise bessere Ergebnisse erzielen könnte.

5. Der Druckschwellenwert: Es ist wichtig zu beachten, dass die Lärmgrenze, ab der die Luftlärmerzeugung tendenziell bei über 12 cm H2O liegt. Über diesem Wert kann der Anstieg des Drucks zu einer Erhöhung des Geräuschpegels führen. Moderne CPAP-Geräte sind jedoch so konzipiert, dass sie innerhalb dieser Parameter leise arbeiten. In jedem Fall fallen Sie in den Bereich der Empfehlungen, die im Punkt 4 aufgeführt sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl der Maske, ihre Passform, die Größe des Luftschlauchs und der verordnete Druck entscheidend sind, um die Geräuschentwicklung während der CPAP-Therapie zu reduzieren. Eine Beratung durch einen unserer spezialisierten Techniker kann Ihnen helfen, die optimale Kombination zu finden, um eine leise und effektive CPAP-Therapie zu gewährleisten. Lassen Sie den Lärm nicht Ihren Nachtschlaf und Ihr allgemeines Wohlbefinden beeinträchtigen. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, sei es für den Start einer neuen Therapie oder die Betreuung einer bestehenden Therapie.

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